Allergen-immuntherapie

Die Allergen-Immuntherapie oder ‘Hyposensibilisierung’ ist die einzige Allergiebehandlung, die direkt auf das Immunsystem wirkt, um es wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Allergen-Immuntherapie (AIT) ist die einzige Lösung, die eine dauerhafte Behandlung für allergische Erkrankungen bieten kann, da sie eine erhöhte Toleranz gegenüber dem Allergen bewirkt. Diese Therapie ist nicht mit symptomatischen Medikamenten zu verwechseln, die nur die Symptome kurzfristig lindern.

Die Allergen-Immuntherapie wird Patienten (ab einem Alter von fünf Jahren) angeboten, die an einer Atemwegsallergie leiden und bei denen sich die symptomatische Behandlung als unzureichend und/oder schlecht verträglich erwiesen hat. Wie funktioniert die Allergen-Immuntherapie?

 

Nur ein Allergiespezialist kann nach einer genauen Diagnosestellung eine Allergen-Immuntherapie verordnen.

Die AIT ist eine gezielte Behandlung, bei der dem Patienten Allergenextrakte in steigender Dosierung verabreicht werden, was die Hyperreaktivität des Immunsystems und die daraus resultierende Entzündung verringert.
Die Behandlung kann sublingual (Tropfen oder Tabletten, die unter die Zunge gegeben werden) oder subkutan (in der Arztpraxis / durch den Arzt verabreichte Injektionen in den Arm) erfolgen.

Bei saisonalen Allergien, wie einer Pollenallergie, kann die Behandlung prä-cosaisonal, d.h. Behandlung vor und während des Pollenflugs, eingenommen werden. In solchen Fällen muss vor Beginn der Pollensaison mit der Behandlung begonnen werden. Bei kontinuierlich andauernden Allergien, z. B. einer Allergie gegen Hausstaubmilben oder Tierhaare, erfolgt die Behandlung während des gesamten Jahres (perennial).
Um langfristig effektiv zu sein, wird eine Allergen-Immuntherapie über drei bis fünf aufeinander folgende Saisons gegeben1.

 

 

 

 

1. Marogna M. et al., Long-lasting effects of sublingual immunotherapy according to its duration: A 15-year study. J Allergy Clin Immunology, 2010,126 : 969 - 75