Über Allergene

 

Was sind Allergene?

Allergene sind für Gesunde harmlose Umweltstoffe. Bei Allergikern jedoch lösen sie die allergische Erkrankung aus.

Allergene können natürlichen (Tiere, Pflanzen, Mikroben) oder anthropogenen (Chemikalien) Ursprungs sein. Bei Allergenen handelt es sich fast immer um Proteine, allerdings sind nicht alle Proteine Allergene.

Um eine Immunantwort hervorrufen zu können, müssen Allergene bestimmte Eigenschaften aufweisen. Sie müssen vom Immunsystem als fremd erkannt werden, in der Umwelt stabil sein und die Epithelzellbarriere (Epithel = Zellschichten) durchdringen können, d.h. über Schleimhäute in der Nase oder über die Haut aufgenommen werden.

Pollen

Pollen sind die am schwersten zu vermeidenden Allergene, weil man die Natur nicht aussperren kann. Die Pollenkörner sind so klein, dass sie unsichtbar sind und vom Wind umher getragen werden. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Pollenexposition jedoch verringern:

  • Vermeiden Sie in der Pollensaison (Frühjahr/Sommer) möglichst längere Aufenthalte in der Natur.
  • Wenn Sie in der Stadt wohnen, lüften Sie Ihre Wohnung am besten am Morgen zwischen 6 und 8 Uhr, dann ist die Pollenkonzentration in der Luft am geringsten. In ländlichen Gebieten ist die beste Zeit zum Lüften abends zwischen 19 und 24 Uhr. Schließen Sie gegen Mitte des Vormittags und am frühen Nachmittag (wenn viele Pollen in der Luft sind) die Fenster.
  • Waschen Sie vor dem Zubettgehen Ihre Haare.
  • Legen Sie abends Ihre Kleidung außerhalb des Schlafbereiches ab, um Ihr Schlafzimmer möglichst pollenfrei zu halten.
  • Vermeiden Sie es, den Rasen selbst zu mähen oder dabei zu sein, wenn der Rasen gemäht wird.
  • Beim Autofahren sollten die Fenster möglichst geschlossen bleiben. Eine Lüftung mit Pollenfilter verringert die Pollenbelastung deutlich. Wenn es eine Klimaanlage gibt, schalten Sie diese in der Pollensaison ein, anstatt die Fenster weit zu öffnen.

Allgemeine Informationen über Pollenflug finden Sie auf der Seite des Pollenwarndienstes.

Tierhaare

Wenn Sie wissen, dass Sie allergisch gegen Haustiere sind, sollten Sie sich natürlich von diesen fernhalten. Manchmal muss überlegt werden, ob das Haustier weggegeben werden soll, auch wenn diese Entscheidung schwer fällt.

  • Achten Sie darauf, dass sich Ihr Haustier nur eine beschränkte Zeit lang in der Wohnung aufhält.
  • Halten Sie Ihr Haustier vom Schlafzimmer fern und lassen Sie Ihr Haustier nicht bei sich schlafen.
  • Vermeiden Sie, dass das Haustier auf Sofas und Sesseln sitzt.
  • Lassen Sie Ihr Haustier von einem Nichtallergiker draußen bürsten.
  • Entfernen Sie täglich im Freien die Tierhaare von Ihrer Kleidung.

Milben

Milben lieben mäßig warme Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Ihre Wohnung und vor allem das Schlafzimmer immer gut gelüftet sind. Optimal wäre, mehrmals täglich für ca. 10 Minuten stoßzulüften.

  • Verwenden Sie Luftentfeuchter
  • Halten Sie die Innentemperatur bei 18-20°C (bei einer höheren Temperatur können sich Hausstaubmilben besser vermehren).
  • Trennen Sie sich generell von unnötigen Staubfängern und entfernen Sie nicht bei 60°C waschbare Textilien.
  • Plüschtiere sollten Sie regelmäßig bei mindestens 60°C waschen. Alternativ können Kuscheltiere auch einige Stunden bei minus 18°C tiefgekühlt und anschließend abgesaugt werden.
  • Tauschen Sie Teppichböden gegen Holzfußböden oder Fliesen aus.
  • Polstermöbel sollten regelmäßig abgesaugt werden. Die beste Lösung sind jedoch Sitzgarnituren aus Leder. Hier können die Milben gar nicht erst in das Polsterungsmaterial eindringen.
  • Verwenden Sie beim Staubsaugen nach Möglichkeit ein HEPA-Filtersystem.
  • Eine der wichtigsten Maßnahmen bei einer Hausstaubmilbenallergie ist der Einsatz von speziellen Hüllen für Matratzen, die sogenannten "Encasings". Diese sind für Milben undurchlässig und reduzieren die Milbenallergenmenge, mit der Sie während des Schlafens in Kontakt kommen, enorm.

Nahrungsmittel

Bei der Diagnose einer Lebensmittelallergie muss die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen gesucht werden. Nur selten treten die Beschwerden direkt beim Verzehr eines Lebensmittels auf. Kribbelt der Mund beim Verzehr eines Apfels, lässt sich die Diagnose schnell stellen. Doch meistens stehen den Symptomen wie Bauchschmerzen und Durchfällen viele mögliche Auslöser gegenüber. Hier hilft ein Ernährungs-Symptom-Tagebuch,  in dem die verzehrten Lebensmittel und auftretenden Beschwerden protokolliert werden.

Je nach vermutetem Auslöser werden unterschiedliche Haut- und Bluttestungen durchgeführt.